Projekttage 2022


Gib Müll einen Korb

Ein Erfahrungsbericht von Frau Hesse

Täglich produzieren wir ganz viel Müll – doch in welche Mülltonne gehört er genau? Und was passiert danach mit ihm? Das waren die Fragen, die wir uns gestellt haben. Und wir haben einige Antworten gefunden! Wichtig ist das Ganze natürlich, damit die Umwelt nicht verschmutzt wird. Herumliegender Müll kann Tiere gefährden. Viel Müll landet dabei über die Flüsse auch im Meer, wo sich zum Beispiel Seepferdchen in Plastiktüten oder Fischernetzen verfangen können oder Fische Plastikteile fressen. Eine PET-Flasche benötigt zum Beispiel 450 Jahre, bis sie so klein zerteilt wird, dass sie nicht mehr sichtbar ist. Aber das entstandene Mikroplastik verschwindet nie! Beim Müllsammeln in Letmathe und auch bei unserem Müllfrühstück mussten wir feststellen, dass es leider ganz schön viel Müll gibt. Aber zum Glück gibt es eine gute Lösung, damit umzugehen: Recycling! Das bedeutet, dass der Müll nicht verbrannt, sondern die Materialien anschließend wieder neu verwendet werden. Das ist super! Aber dazu müssen die Anlagen in der Mülltrennung auch alles richtig erkennen. Und dabei sind WIR gefordert, denn wir sollen den Müll bereits vorsortieren.

Und Mülltrennung ist ganz einfach – wenn man sich die folgenden Fragen stellt: 1) Ist der Müll aus Papier, Pappe oder Karton? Dann gehört er in die blaue Tonne. Fachleute sprechen von „PPK“. 2) Ist der Müll eine Verpackung aus Kunststoff, Metall oder für Getränke (z.B. Tetrapack)? Dann gehört er in die gelbe Tonne, den sogenannten Verpackungsmüll. 3) Wurde bisher alles mit „nein“ beantwortet? Dann gehört der Müll entweder in Container (Grünabfälle, Glas), zum Bringhof (Elektrogeräte), in Batteriesammelstellen oder in den Restmüll (schwarze Tonne). Für diese ganzen Informationen waren wir in der SASE in Dröschede. Dort haben wir gelernt, dass Tetrapacks wegen der Beschichtung der Pappe leider nicht wieder recycelt werden können und daher am besten beim Kauf gemieden werden sollten. Viel besser dagegen sind Mehrwegflaschen aus Glas. Mittlerweile können aber auch Einwegflaschen aus Kunststoff wieder zu neuen Flaschen verarbeitet werden, das ging früher noch nicht. In einem Zwischenschritt entsteht Granulat, also kleine Plastikkugeln. Und wusstet ihr, dass die nassen Papiertücher zum Händetrocknen in den Restmüll gehören? Sie sind leider kein normales Papier fürhok die blaue Tonne. Zum Schluss haben wir die Plakate überarbeitet, die in jeder Klasse von nun an ganz einfach zeigen sollen, was in welche Tonne gehört. Und falls das nicht klappen sollte, können die Klassen zukünftig ein Kahoot machen, um ihr Wissen zur Mülltrennung nochmal aufzufrischen. Für ein sauberes Gymnasium Letmathe mit gut getrenntem Müll – so helfen wir der Umwelt!

C. Hesse

Gruppenfoto